Nicht mehr nur Zaungast

rpJetzt ist die re:publica schon wieder anderthalb Wochen vorbei und ich habe noch immer nicht meine Gedanken zu den drei Tagen in Berlin zusammengefasst. Nachdem ich aber schon für die letzte Woche fünf Euro in die Spendenkasse gesteckt habe, möchte ich es nicht schon wieder machen. Deswegen werde ich meinen Schreibtisch heute nicht verlassen, ehe nicht dieser Eintrag fertig ist.

Für mich war es dieses Jahr die zweite re:publica und wie ich zuvor schon geschrieben hatte, gab es eine gewisse Erwartungshaltung an die drei Tage in Berlin. Diese richteten sich gar nicht so sehr an die Veranstaltung selber, sondern vielmehr an meine Situation. Ich hoffte, dass ich nicht mehr nur Zaungast bin, wie es im letzten Jahr der Fall war, ganz sicher war ich mir diesbezüglich aber nicht. Doch meine Erwartungen waren glücklicherweise nicht zu hochgegriffen. In diesem Jahr war ich nicht nur dort, sondern auch dabei.

Sessions habe ich in diesem Jahr nicht ganz so viele besucht, wie noch im Vorjahr. Grund dafür war aber nicht unbedingt die mangelnde Auswahl – bei über 250 Vorträgen gab es schon einiges – sondern das Festquatschen mit Freunden und Bekannten. Mehr als einmal lief ich auf dem Weg zu einer Session bekannten Gesichtern über den Weg. Im nu waren dann wieder zwanzig Minuten um und ich ging eben nicht mehr in die geplante Session. Zum Glück kann ich mir von diesen Vorträgen ja den Mitschnitt auch jetzt noch anschauen. An dieser Stelle ein Danke an Michael Kreil, für die tolle Übersicht zu allen Videos.

Bei den Vorträgen zu denen ich es geschafft habe, hatte ich leider teilweise ein wenig Pech. Titel und Beschreibung einer Session erwecken oft eine gewisse Erwartungshaltung. Da kann es dann eben auch passieren, dass diese Erwartungen nicht erfüllt werden. Interessanterweise ging mir dies jedoch nur bei den Sessions so, die mich aus fachlicher Sicht interessiert haben. Die Vorträge in die ich gegangen bin, weil sie mich persönlich einfach interessierten, hatte ich da wesentlich mehr Glück. An dieser Stelle sei vor allem der letzte von mir besuchte Vortrag (vor der Verabschiedung) erwähnt:  „i palindrome i your life is mine“ von Marcus Brown.

Wohlgemerkt war dies auch der Vortrag über den ich mich beim Durchforsten des Sessionplans am meisten gefreut habe. Zwar war mir Jack The T Witter bereits zuvor bekannt, doch seine Entstehungsgeschichte mal direkt von Marcus zu hören, war schon cool. Gleichzeitig war der Vortrag auch ein wenig erschreckend, denn unter Marcus drei Beispielen gab es eins, bei dem ich sofort wusste, um wen es geht. Es ist schon unheimlich, was fremde Menschen mit Hilfe vom Internet, v.a. Twitter und Foursquare, so alles über einen herausfinden können. Ändern werde ich mein Verhalten auf diesen Plattformen wahrscheinlich trotzdem nicht.

Auch wenn es nicht ganz so viele Sessions gab, die mir langfristig im Gedächtnis bleiben werden, war die siebte re:publica für mich ein Erfolg. Wenn ich ehrlich bin, geht es mir bei den drei Tagen auch etwas mehr um die Menschen, die ich dort treffe. Ob bei der VIP-Tour mit dem pixoonaBUZZ am Montag Abend, beim Steak Geek Dinner am Dienstag oder den unzähligen Stunden im Innenhof, immer gab es interessante und witzige Unterhaltungen ohne die diese Tage nicht so super gewesen wären. Denn es war vor allem in diesen Momenten, in denen ich immer wieder gemerkt habe, dass ich kein Zaungast mehr bin.

Und genau deswegen geht ein ganz großes Danke an all die Teilnehmer der re:publica, denn mit euch steht und fällt so einiges. Genauso gilt der Dank aber auch den Organisatoren, Speakern und Helfern. Es waren drei tolle Tage und ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

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