Mein Tag ohne Internet

Vor etwas mehr als drei Wochen habe ich den Stecker meines Routers gezogen, um zu testen, wie es ist einen Tag lang komplett ohne Internet zu sein. Ich bin nach wie vor überrascht, wie gut ich damit klar kam.

Eingeschränkten Zugang zum Internet hatte ich in der Vergangenheit schon öfters. Zu letzt war das der Fall, als ich in meine neue Wohnung gezogen bin und es zwei Wochen gedauert hat ehe der Internetanschluss freigeschaltet wurde. Aber in der Zeit war ich tagsüber auf Arbeit und entsprechend online. Außerdem gab’s abend immer noch Spiele oder de Kindle-Reader auf dem iPad. Das fiel dieses Mal alles weg.

Direkt nach dem Abschalten

Ich bin eigentlich immer und überall über die verschiedenen Optionen der Online-Kommunikation erreichbar. Entsprechend häufig schaue ich auf mein Handy, um zu prüfen, ob es bei Twitter, Facebook oder WhatsApp neue Nachrichten gibt.

Direkt nach dem ich den Stecker gezogen hatte, fiel mir auf, wie automatisch dieser Griff zum Handy doch ist. Innerhalb der ersten zwanzig Minuten hatte ich ihn bereits fünf Mal durchgeführt, um nach Facebook Updates und neuen Tweets zu schauen sowie Instagram-Bilder zu machen und es zu posten.

Bei Letzterem fiel mir außerdem auf, wegen was für Nichtigkeiten ich oft zum Handy greife. In diesem Fall war es die Freude darüber, dass ich meine Print-Edition von Harry Potter and the Deathly Hallows direkt in der ersten von sieben noch immer nicht ausgeräumten Umzugskiste fand. Ja, ich habe mich darüber gefreut. Aber hätte ich es wirklich gleich wieder mit der ganzen Welt teilen müssen? Scheinbar nicht, oder hat irgendjemand das Gefühl, dass ihr ohne dieses Foto etwas fehlt?

Kurz danach wollte ich dann auch schon das nächste Bild machen, weil ich zum ersten Mal feststellte, dass JKR’s Danksagung mit den Worten „The dedication of this book is split in seven ways“ beginnt und wie eine Schlange geformt ist. Darüber freut sich das Fangirl in mir noch immer, weswegen es dieses Bild vielleicht noch irgendwann mal geben wird.

Meine Liebe zu Büchern

Als ich beschlossen habe einen Tag ohne Internet zu leben, hatte ich die Hoffung, dass ich weniger abgelenkt bin und endlich mal meine letzten Umzugskisten ausräume. Und an meinen Geschichten arbeite. Und den ein oder anderen Blogpost zumindest vorbereite. Tja, es blieb leider bei der Hoffnung.

Mein Fehler war es bereits am Abend mit dem letzten Harry Potter Band zu beginnen. Denn am morgen ging es direkt weiter mit dem Lesen. Ohne die Ablenkung von Tweets, Posts und Nachrichten war ich konzentrierter und verlor mich regelrecht in der Welt von Harrys, Rons und Hermines Abenteuern. Auf einmal war der Tag also rum und ich hatte fast das halbe Buch gelesen.

Ich habe also nicht die Dinge getan, die ich wollte, doch auf gewisse Weise habe ich durch diesen Tag meine Liebe für Bücher wiederentdeckt. Es ist nicht so, dass ich sie je komplett verloren habe. Doch hatte ich vergessen, was für ein tolles Gefühl es ist einfach Seite um Seite zu verschlingen.

Mit Kindle versinke ich nur selten so tief in ein Buch. Zu schnell kann ich mal schnell zu Facebook und Twittern wechseln. Automatisch ist man dann erst einmal raus aus der Geschichte. Doch das ist zumindest bei guten Geschichten eigentlich schade. Sie verdienen unsere vollkommene Aufmerksamkeit.

Und nun?

Der Tag ohne Internet fiel mir leicht (vielleicht auch weil ich nur gelesen habe). Freitag Nachmittag gegen 17 Uhr hatte ich mein einziges Tief, wo ich für etwa zehn Minuten schon mit mir kämpfen musste wirklich offline zu bleiben. Insgesamt habe ich in den 24 Stunden auch nur neun Mal automatisch zum Handy gegrifffen.

Dieser Automatismus war nach dem Tag offline auch etwas abgeschwächt, so dass ich auch das restliche Wochenende etwas seltener nach meinen Accounts schaute. Leider hat sich das mittlerweile wieder „normalisiert“ und ich schaue genauso oft wie vorher auf das Display. Leider eben auch oft in Situationen, bei denen es weitaus höfflicher wäre das Handy in der Tasche zu lassen.

Online sein und regelmäßig aufs iPhone schauen ist eine Gewohnheit. Ich habe gemerkt, dass ich auch ohne kann. Deswegen bin ich bemüht mein iPhone auch mal liegen zu lassen und nicht alle paar Minuten raus zu schauen. Das gelingt mir momentan nur sehr bedingt.

Aus diesem Grund habe ich mir aber auch vorgenommen regelmäßig mal den Stecker zu ziehen und mal offline zu bleiben. Wer weiß, vielleicht auch irgendwann mal für zwei oder drei Tage.

Anmerkung: Ich entschuldige mich vielmals für etwaige Tipp-, Rechtschreib- und Formulierungsfehler sowie die Textlänge. Ich bin gerade schlichtweg zu müde, um den Text nochmal im Detail zu kontrollieren. Das hole ich nach, sobals ich wieder munter bin.

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