Ein Hauch von Hach

Wer mich etwas besser kennt, weiß, dass es zwei Dinge gibt, die ich sehr gerne sage: „Alles wird gut“ und „Hach“. In manchen Momenten sind diese zwei Dinge auch sehr eng miteinander verbunden, doch jetzt gerade geht es mir mehr um letzteres.

Bis vor wenigen Minuten war ich mit einer Freundin unterwegs. An Nachmittag sind wir spontan zusammen mit einem befreundeten Pärchen in den Osnabrücker Schlossgarten gegangen. Danach  waren wir noch eine Kleinigkeit zusammen essen. Es waren wie immer schöne Stunden, die im Nu vergingen und so ist es nicht verwunderlich, dass ich nicht einmal daran dachte, dass für die letzte Woche noch immer ein Blogeintrag aussteht 😦

Für einen Moment bekam ich ein schlechtes Gewissen. Etwa zwei Stunden für einen Eintrag schienen zu wenig. Vor allem, da ich mal wieder nicht die geringste Idee hatte, worüber ich schreiben könnte. Doch warum eigentlich ein schlechtes Gewissen? Waren die schönen Stunden es nicht allemal wert, dass weitere 5 Euro in die Spendenkasse wandern? Doch, definitiv! Aber sowas von! Dann wird halt erst nächste Woche wieder gebloggt.

Nach der Verabschiedung war es dann da: Ein Wort, vier Buchstaben. Mit einem kleinen Seufzer kam es über meine Lippen: Hach! Einfach nur, weil es ein schöner Tag mit tollen Leuten war, den ich so nicht erwartet hatte.

Wie gesagt, ich mag das „Hach“ und nutze er gerne. Doch heute fiel mir zum ersten Mal auf, dass es vor allem für die kleinen Dinge des Alltags nutze, nie wirklich für ein großes Ereignis. Manchmal sind es sogar nur kurze Momente von wenigen Sekunden, die mir ein „Hach“ und das zugehörige Lächeln bringen.

Auf dem Heimweg habe ich dann mal etwas genauer darüber nachgedacht, was mich besonders häufig zum „Hach“ verleitet und folgende Dinge sind mir auf Anhieb eingefallen:

  • Landschaften: Ob das Meer bis zum Horizont oder die vorbeirasende Landschaft, wenn ich mit dem Zug unterwegs bin – oft reicht schon der Blick in die Ferne aus, damit ich „Hach“ zumindest denke.
  • Kurze Begegnungen mit Fremden: Kennt ihr das? Manchmal begegnet man Menschen, mit denen man nur wenige Worte tauscht und doch schaffen sie es dass die Laune anschließend besser ist. Und das nur, weil man ein paar nette Worte oder sogar nur ein Lächeln erhalten hat.
  • Es kommt immer anders als man denkt: Gerade unter der Woche nehme ich morgens relativ häufig vor etwas vernünftiger zu sein und einen ruhigen Abend auf dem Sofa zu verbringen. Das hält meistens genau bis zu dem Moment an, in dem eine Nachricht aus dem Freundeskreis kommt, ob ich am Abend Zeit habe. Dahin sind die guten Vorsätze. Doch die nicht geplanten Abende sind oftmals auch die schönsten, so dass ich mit einem großen „Hach“ nach Hause komme.
  • You make me smile (hier fiel mir keine bessere Zusammenfassung ein): Hiermit meine ich  private Nachrichten (SMS, Facebook, What’sApp, etc.) die einfach so kommen und einen zum Lächeln bringen, einfach weil es ein paar nette Worte sind. Vor allem auch solche Nachrichten, die immer genau dann kommen, wenn man einen schlechten Tag hat. Fast so als ob die andere Person gemerkt hat, dass etwas nicht stimmt. (Auch wenn es oftmals wahrscheinlich reiner Zufall ist.)
  • Familienzeit: Vor allem in der Heimat. Ich glaube dazu muss ich nicht mehr sagen.

Ich habe überlegt ob mir noch mehr Momente einfallen, doch jetzt gerade bleibt es bei diesen fünf.

Wie ist es bei euch? Fallen euch Momente ein, die bei euch ein „Hach“ hervorrufen? Ich weiß ein „Hach“ ist oft persönlich, doch trotzdem würde mich interessieren, welche Kleinigkeiten noch zu dieser Aussage führen können. Über den ein oder anderen Kommentar würde ich mich daher freuen 😉

Übrigens: Brandwatch hat im April sogar mal geschaut wie es sich mit dem #hach bei Twitter so verhält.

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