Tschüss Osnabrück

Vor zwei Jahren wusste ich noch nicht, wo es mich nach dem Studium hinverschlagen wird. Hätte mich damals jemand gefragt, hätte ich so einige Orte genannt – Osnabrück wäre jedoch bestimmt nicht unter ihnen gewesen. Doch ein ziemlich gut klingender Job hat mich Ende Mai 2012 dann doch hierher verschlagen.
Nach nicht ganz zwei Jahren beginnt nun jedoch meine letzte Woche in der Friedenstadt. In den nächsten Tagen werden die letzten Kisten gepackt, bevor es dann zum 1. April erst einmal zurück in die Heimat geht.
Dass ich OSnabrück verlasse, steht bereits seit ein paar Wochen fest, doch so wirklich begriffen habe ich es dann doch irgendwie noch nicht. Vielleicht liegt es daran, dass es vieles anderes gibt, was in der letzten Zeit im Vordergrund stand. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich nie wirklich in Osnabrück angekommen bin.
Ungewollt entwickelte sich meine Zeit hier zu einer Zwischenlösung, von der ich nie genau wusste, wie lange sie andauern wird. Der Hauptgrund hierfür war definitiv, dass ich beruflich ein wenig vom Pech verfolgt war. Der einzige Grund, weswegen es dann doch fast zwei Jahre geworden sind, sind die wundervollen Menschen, die ich hier kennengelernt habe.
Und so werde ich in einer Woche mit einem lachenden und einem weinenden Auge von Osnabrück in die Heimat fahren werde. Lachend, weil es beruflich eigentlich nur besser werden kann. Weinend, weil mir die handvoll Freunde wirklich sehr fehlen werden. Ob Abende im Trash, im SchloGa oder in der Kleinen Freiheit – es wird schon komisch werden mich nicht einfach mit ihnen zu treffen.
Wegen ihnen werde ich Osnabrück aber auch nicht ganz den Rücken kehren, sondern immer gerne zu Besuch kommen (wenn jemand einen Schlafplatz für mich hat). Und so sage ich in einer Woche auch nicht „Lebe wohl Osnabrück“, sondern nur „Tschüss und bis bald!

Advertisements